19.07.2023
Auch die VP Stattegg legt sich voll in den Trend, denn Klimaschutz ist hip. Natürlich nur solange darüber nicht mehr als geredet wird.
Das Titelblatt des aktuellen Stattegger (lokale Parteiaussendung) ist ja wirklich vielversprechend und man könnte positiv überrascht sein, allerdings nur wenn man nicht umblättert.
Schon auf Seite 2 werden stolz die Bauprojekte präsentiert, welche das Titelblatt mehr als konterkarieren. Pläne vom Pumptrack (bereits im Bau, Bild unten), "leistbares" Wohnen, die neue Volksschule (die niemand bezahlen kann) werden gezeigt, und weitere Maßnahmen zur Dorfkernerweiterung werden ventiliert. Klimaschutz? Versiegelungsstop? Rückbaumaßnahmen? ... das war auf Seite 1.
Klimaschutz für "normal denkende" ... oder doch Satire (genial)
14.07.2023
Jeden Tag gibt es neue Horrormeldungen vom Hitzealarm über zerbröselnde Gebirge, brennende Wälder in Kanada, deren Rauch auch uns einhüllt, bis zu verschwindenden Grundwasserspiegeln.
Aber Stattegg will in den nächsten Jahren bauen, bauen, bauen. Als wäre der Grazer ExBürgermeister "Beton-Sigi" Nagl nicht abgetreten, sondern versetzt worden ... nach Stattegg.
Ein Pumptrack, leistbares Wohnen (kein Mensch weiß, was da kommen soll), ein Gesundheitszentrum für die Gemeindeärztin (die uns sonst zu verlassen droht) und natürlich die neue Schule.
Das sind alles schöne Ideen, allerdings um 20 Jahre zu spät!
Auch dieser Sommer wird wieder heiß, und der Starkregen wird Andritz wieder wegspülen. Stattegg stört das nicht. Wir haben unseren Beitrag geleistet, die Rückhaltebecken. Ein 26 km² Sonnensegel über dem Gemeindegebiet bräuchten wir noch und ein Fernkältenetz.
Österreich zählt zu den 10 Ländern am Globus, die den größten Anstieg an benötigtem Kühlbedarf haben werden, wenn die Erderwärmung statt der unrealistischen 1,5 Grad die schon optimistischen 2 Grad erreichen wird (Der französische Umweltminister bereitet sein Land schon auf 3 Grad Erderwärmung vor).
Gleichzeitig wird die Bodenversiegelung die Ernährungssicherheit der Bevölkerung in Österreich und ganz Europa in Gefahr bringen. Besonders die Steiermark hat puncto Versiegelung den Spitzenplatz unter den Bundesländern gepachtet (s. Tabelle).
Das hat alles nichts mit kleinen Gemeinden wie Stattegg zu tun? Ja, das ist auch ein Zugang. Allerdings genauso hilfreich und glaubwürdig wie die Erklärungen warum man mit der "Einzelfälle"-Partei nach jeder Landtagswahl koalieren müsse (trotz Alternativen).
Wie lange wird es dauern bis auch der Stattegger Pumptrack eine Sportruine sein wird (wie schon in einigen anderen "modernen" Gemeinden), wenn Biken genauso out ist wie Squash ...
Der nächste (?) Pumptrack ist in Gratkorn. Gemeinsame Nutzung?
Brauchen wir ein neues Gesundheitszentrum um Ordinationsräumlichkeiten für unsere Gemeindeärztin zu schaffen? Wir haben bereits ein Mehrzweckgebäude mit drei(!) Etagen mitten am Dorfplatz. Benötigt ein 3.000 Seelen-Dorf tatsächlich einen solchen Komplex um sich ausschließlich selbst zu verwalten? Der Gemeinderat tagt inzwischen nurmehr im Mehrzwecksaal (ach ja sowas haben wir auch), was ab 2024 sowieso nicht mehr anders geht (21 statt 15 Gemeinderät:innen).
Wäre es also nicht möglich eine Gesundheits-Etage im Gemeindeamt für unsere Gemeindeärztin frei zu machen?
Das Wohnbauprojekt wurde erst vor kurzem zurück an den Start geschickt. Transparenz der Auftragsvergabe war dabei ein Thema ...
Bisher kennt man nur Gerüchte in welche architektonische Richtung das Projekt gehen soll. Es gab auch schon Ideen, die an verdichteten Flachbau erinnern, also eine Einfamilienhaussiedlung im Dorfzentrum? Nicht wirklich zeitgemäß. Die Zukunft ist wohl eher die maximale Verdichtung, aber im Land der Häuslbauer gewinnt man damit (noch) keine Wahlen.
Abgesehen davon, wer soll dort wohnen? Leute, die in der Stadt arbeiten und zum schlafen nach Stattegg kommen? (40,8% Akademiker in Stattegg; Graz: 34,8%; Österreich: 15,8%).
Oder soll das neue Wohnbauprojekt wirklich etwas mit sozialem Wohnungsbau zu tun haben? Wenn ja, würden wir gerne wissen wie das funktionieren soll, bevor der Beton geliefert wird.
Zu guter Letzt die Schule. Eine Schule werden wir wohl brauchen. Und was passiert mit den zwei(!) Schulen, die wir schon haben? Renaturieren? Wohl eher nicht. Umbauen? Angeblich auch zu schwierig. Also bauen einfach neu!
Die mehr schlecht als recht zugedeckten Turbulenzen im Zuge der Übernahme beider Stattegger Schulen durch ein und dieselbe Direktorin haben so manche Eltern schon im letzten Jahr dazu veranlasst ihre Kinder in eine Schule in der Stadt wechseln zu lassen (auch Lehrkräfte haben diesen Weg gewählt). Sollte das Schule machen, könnte die Notwendigkeit einer neuen Schule hinterfragt werden.
Wobei auch hier noch nicht klar ist wie eine für die Gemeinde stemmbare Finanzierung des Projekts realisiert werden soll. Vom Gemeinderat gibt es einen Grundsatzbeschluss, dass die Gemeinde das gerne hätte.
Wo sind die innovativen, sozialen Ideen an diesen Projekten? Bislang reden wir nur von altbackenen Betonklötzen. Kann man eine Schule ohne Versiegelung bauen? Köpfe sollen nicht ausschließlich verhindern, dass der Hals ausfranst.
Also viel Beton liegt in der Stattegger Zukunft und alle Projekte haben etwas für sich. Allerdings hat keines der Projekte eine positive Auswirkung auf das Problem, das über UNS allen schwebt.
Klimapolitik ist Sozialpolitik! Zwei Fliegen mit einer Klatsche, aber diese sollte nicht ausschließlich aus Beton sein.
EK 19.04.2024
Interessant und natürlich lustig ging es wieder zu beim Stammtisch der Grünen in Stattegg. Diesmal wieder beim Huberwirt, der wie üblich für den hervorragenden kulinarischen Rahmen sorgte.
Ganz besonders hat es uns gefreut mit Markus Konrad einen der steirischen Kandidaten für die Nationalratswahl im Herbst begrüßen zu dürfen.
Die großen und kleinen Pläne, Sorgen und Gerüchte in der Gemeinde wurden diskutiert. Von den Plänen der neuen Volksschule bis zu den Erwartungen für die EU-Wahl.
Auch der Obmann des Kulturvereins Stattegg gab sich die Ehre und kündigte die nächste Veranstaltung Sound of Springtime an.
Der nächste Stammtisch ist im Juni geplant.
EK 02.03.2023
Stattegg und seine Nachbargemeinden Kumberg, St. Radegund, Weinitzen und Eggersdorf bilden die Klimaschutz-Modellregion Schöcklland (2023-2025).
Das Förderprogramm „Klima- und Energie-Modellregionen“ sowie der Klima- und Energiefonds unterstützen die Umsetzung von Projekten zur Energiewende (raus aus Fossil, weniger Energieverbrauch) sowie Schonung von Klima und Umwelt in den Bereichen Bauen, Mobilität und Landwirtschaft.
Ein wichtiger Punkt im Projekt ist die Bürger:innenbeteiligung. Die Gemeinden würden gerne wissen wo die Schwerpunkte ihrer Bürger:innen liegen: Hausdämmung, Ölkesseltausch, Mehr Radwege, Photovoltaik, Reparieren, Abfallvermeidung, ... auch der Flixbus könnte Thema sein.
Dafür wurde ein online Fragebogen eingerichtet, von dem sich die Gemeinderät:innen wünschen würden, dass er rege genutzt wird.
Alle Interessierten können natürlich auch ihre Ideen, Wünsche, Projektvorschläge bei ihrer Gemeinde formlos deponieren. In Stattegg z.B. könnte dafür HORST genutzt werden, email genügt (auch Briefpost oder Telefon ist möglich). Je grösser die Beteiligung desto eher wird auch etwas passieren ...
Es wird noch ein Projektleiter gesucht. Interessierte wenden sich bitte an ihre Gemeinde (Ausschreibungsdetails).
EK 02.02.2023
29 Studierende der TU Wien haben im Zuge ihres Studiums die Region Andritz - Stattegg unter die Lupe genommen.
Sechs Gruppen haben am 1. Februar im Stattegger Gemeindeamt eigene Konzepte präsentiert wie man den Raum Andritz - Stattegg weiterentwickeln könnte im Bereich Mobilität, Nachhaltigkeit, Gesellschaft, Beteiligung, Tourismus, Klima, und und und.
Die Vorschläge waren durchwegs sehr spannend in die vorhandenen Gegebenheiten eingebettet und dann doch wieder überraschend neu durch die Außen-Perspektive dieser jungen Menschen aus der Hauptstadt. Teilweise war es auch ernüchternd wie hässlich manche Bereiche, die wir gut kennen aber gar nicht mehr bewusst wahrnehmen, auf den Bestandsfotos erscheinen.
Es ging um Radwege, Erreichbarkeit zu Fuß, neue Buslinien, einen Bildungscampus, einen Kreisverkehr in Oberandritz, mehr Grünflächen, weniger Parkplätze (zumindest oberirdisch), und vieles mehr.
Die Publikumsreaktionen waren zur Überraschung der Vortragenden ausschließlich positiv. Die Zuhörer:innen haben sich bei den Vortragenden bedankt für die vielen interessanten, schönen Vorschläge. Die Studenten selbst waren sichtlich überrascht, da sie mit deutlich mehr Kritik gerechnet hätten, wie sie es von ähnlichen Veranstaltungen schon gewohnt waren. Denn der Hauptzankapfel ist meist die Reduktion der Autoabstellplätze ... Für die Stattegger:innen und Andritzer:innen scheint diese Frage schon gegessen zu sein.
Alles in Allem eine sehr gelungene Veranstaltung. Man hat es dem Gesicht des Bürgermeisters angesehen ...
Näheres zu den einzelnen Projekten finden sie ab März unter:
04.12.2022
Die Grünen Stattegg haben das übertragbare KlimaTicket Steiermark für alle Bürgerinnen und Bürger in Stattegg gekauft.
Das KlimaTicket Steiermark ist eine Jahreskarte für die ganze Steiermark.
Es gilt für alle Züge (S-Bahn, Fernverkehr), Busse und Straßenbahnen im gesamten Verkehrsverbund Steiermark und auch in den Tariferweiterungsbereichen nach Radstadt (S), Tamsweg (S), Szentgotthárd (HU), Reichenfels (K) und Oberwart (B); nicht jedoch im Korridor (Linien 311/321) von Schäffernsteg nach Wien.
(s. Verbundlinie)
Dieses Vorweihnachtsgeschenk an die Stattegger Bürger:innen steht jedem und jeder Stattegger:in zur Verfügung. Bei Interesse und Bedarf bitte an die Grüne Gemeinderätin Sabine Sill wenden:
Email: sabine.sill@gruene.at
Tel: 0699 1735 5995
21.10.2022
Außergewöhnlich, interessant, lustig, frisch von der Leber weg wären mögliche Beschreibungen für den Vortrag von Martin Moder im Stattegger Lässerhof.
In verständlicher Sprache, oft mit sehr persönlichem Bezug, erzählte er von Viren und ihrem Tun in unserem Körper, von Impfungen und ihren Leistungen für unsere Gesundheit, von Menschen und ihren Ängsten, ihren Verschwörungstheorien, aber auch von ihrer Ignoranz.
Hoch interessant stellte er die Innensicht des Wissenschaftlers zum Ereignis Pandemie dar. Wie beforscht man so ein Phänomen und wie plant man eine Impfstudie? Warum muss eine Studie so viele Menschen untersuchen? Wieso braucht Wissenschaft viele Daten für immer bessere Erklärungsmodelle? Und warum interessiert das in Österreich fast niemand?
Viele Fragen aus dem Publikum wurden beantwortet (Warum können wir manche Krankheiten durch Impfen ausrotten und andere nicht? Sollen sich Schwangere impfen lassen? Wann soll man auffrischen?) und manche Fragen nicht (Wie oft werden wir uns in Zukunft impfen lassen müssen?), weil wir dazu (noch) zu wenig wissen.
Martin Moder zeigte uns einen kleinen Ausschnitt seines brillanten Könnens als Wissenschaftskommunikator und Mitglied der mehrfach ausgezeichneten Science Busters. Ein Kunststück Wissenschaft auf so hohem Niveau herunterzubrechen auf eine Sprache, die jeder versteht. Vielen Dank nochmal!
Viele wichtige Themen bearbeitet er auch in seinem Youtube-Kanal MEGA (Make Europa Gscheit Again).
Deutlich geringer fällt die Euphorie aus wenn man einen Blick in die Publikumskulisse riskierte. Nur wenige hatten sich in den großen Lässerhof verirrt, der bereits für Omar Sasam am nächsten Abend (über)bestuhlt war (Veranstaltung des Stattegger Kulturvereins).
Der Gemeindevorstand als Veranstalter hatte es auch nicht geschafft jemanden zu organisieren, der den herausragenden Mann auf der Bühne offiziell begrüßt, für sein Kommen dankt und ein paar einleitende Worte spricht. Kein Bürgermeister, kein Vizebürgermeister, kein Vertreter für verhinderte Gemeindespitzen, die sonst nie eine Gelegenheit auslassen jedem Huber mit der Tuba die Hand zu schütteln und stundenlang am Wahltag jeden Wähler noch im Wahllokal persönlich zu begrüßen.
Die Bewerbung der Veranstaltung war, möglicherweise aus Angst vor einem zu großen Ansturm, eher verhalten.
Die Veranstaltung wie auch alle Bewerbungen wurden aus der kommunalen Impfkampagne bezahlt. Auf Plakate hatte man verzichtet. Plakate, die auch Menschen außerhalb von Stattegg erreichen hätten können.
Kein Euro an Kosten für die Gemeinde, die einen Teil des Geldes schon im Frühjahr in Würstel und Bier umzusetzen wusste. Ein Verwendungszweck, der uns offensichtlich näher liegt.
Moder leitete selbst ein mit einem schlichten: "Hallo!" Das "ist da jemand" hat er uns erspart.
Insgesamt war die Veranstaltung wohl ein Schaubild der Wissenschaftssituation (und Pandemie im Besonderen) in Österreich, konzentriert auf den Mikrokosmos Stattegg. Österreich ist Europameister in Wissenschaftsignoranz und -Skepsis. Aber genau das ist die Hauptmotivation für Martin Moder, wie er uns berichtete, für das was er und seine Kollegen tun. Es ist wohl kein Zufall, dass das geniale Projekt Science Busters in Österreich erfunden wurde, denn das Licht der Aufklärung leuchtet am hellsten wo die Nacht am schwärzesten ist.
EK, 02.06.2022
Die Bürger:innenbeteiligung zur Entwicklung des Ortszentrums am 1.6. war ein Riesenerfolg. Nach kurzer Einleitung durch den Vizebürgermeister und den Raumplaner von Interplan wurden die Anwesenden aufgerufen ihre Wünsche und Vorstellungen bei fünf Stationen zu deponieren.
Man konnte Fähnchen mit Wünschen in ein Stattegger Luftbild stecken, oder einfach auf eine Plakatwand schreiben was man gerne für das Dorfzentrum hätte. Die Teilnehmer:innen waren sehr aktiv und nach kurzer Zeit waren viele Ideen vom Bankomat über Fitnesszentrum bis zum Freibad gesammelt. Diese Vorschläge werden über den Sommer von der Projektgruppe sortiert und aufgearbeitet und in einer weiteren Veranstaltung im Herbst mit dem Publikum diskutiert.
Zum Abschluss wurde eine Folie kommentarlos an die Wand geworfen auf der man einen Aufruf zum Boostern sehen konnte. Der Vizebürgermeister verkündete stolz, dass Stattegg aus dem Sonderfond zur Impfkampagne 23.000 Euro erhalten habe und mit diesem Geld werde man jetzt die Abschlussjause (Würstel und Bier) finanzieren.
Kein Wort zum Sinn der Impfkampagne, dass man nicht vergessen solle sich den dritten Stich zu holen, nichts. Eine Folie an der Wand, welche die meisten Besucher im Trubel des Veranstaltungsendes gar nicht wahr genommen hatten erschien dem Gemeindevorstand als ausreichende Rechtfertigung Kampagnengeld der Bundesregierung für Würstel und Bier zu verwenden. Viel Glück bei der Abrechnung mit dem Rechnungshof!
EK 01.04.2022
Am 1. April hat Bürgermeister Andreas Kahr-Walzl zur Bürgerversammlung geladen (kein Scherz). 16:00 Uhr war als Zeitpunkt für die arbeitende Bevölkerung vielleicht ein wenig suboptimal, aber es sind doch einige Stattegger:innen gekommen. Und viele sind der Einladung des Bürgermeisters auf ein Schnitzel und ein Bier beim Huberwirt auch gern gefolgt. Aus organisatorischen Gründen war das der erste Tagesordnungs-punkt, damit der Huberwirt schon mal zum Kochen anfangen konnte.
Der Bürgermeister hat die Projekte der letzten Jahre vorgestellt (vom Rückhaltebecken über Straßensanierungen bis zum Eislaufplatz), hat einen Ausblick auf die kommenden Projekte gegeben (Kanalsanierung, Parkplatz Steingraben, Feuerwehrfuhrpark, etc.) und gekonnt durch die Veranstaltung geführt. Der hat sicher einen Coach wurde gemunkelt. Fragen aus dem Publikum wurden immer wieder vom Bürgermeister und anwesenden Gemeinderäten beantwortet.
Gemeinderat Matthias Dittrich hat das neue Ideen‐ und Beschwerdemanagement HORST vorgestellt, und beschrieben wie man es nutzen kann. Die Gemeinde öffnet damit ihr Ohr um noch effizienter mit den Anliegen der Einwohner:innen umgehen zu können und, sofern diese das wollen (auch anonymer Kontakt ist möglich), mit ihnen in Kontakt zu treten. Ein erster Schritt ist gesetzt und die Intensität der Nutzung wird zeigen, ob weitere folgen sollen, um beispielsweise Bürger mit ähnlichen Anliegen, Ideen, Vorschlägen auch untereinander zu vernetzen.
Gemeindekassierin Brigitte Braumann gab einen kompakten Überblick über die Gemeindefinanzen. Sie konnte in klaren Worten eine sehr komplexe Materie verständlich darstellen und den Anwesenden zeigen, dass die Gemeinde im letzten Jahr den Schuldenstand um gute 400.000,- Euro reduziert hat. Das Publikum konnte auch erfahren wofür der Großteil des Budgets bereits fix verplant ist, wie beispielsweise Abfallwesen, Kanal, Wasserversorgung, Straßendienst, Verwaltung, etc. Entsprechend verbleiben der Gemeinde von einem Gesamtbudget von über 5,5 Millionen Euro nur etwas über 900.000,- Euro für neue Investitionen und unvorhergesehene Ausgaben wie die Jause beim Huberwirt.
Vizebürgermeister Jürgen Trixl trug seinen Teil zur Veranstaltung seiner Profession entsprechend bei und skizzierte die bauliche Entwicklung des Dorfkerns, den es ursprünglich gar nicht gab, um zuletzt eine Reihe von Ideen zu ventilieren wie der Dorfkern weiter ausgebaut und mit sinnvollen Funktionen ausgestattet werden könnte. Dabei lud er explizit die Bevölkerung zu einem Ideenaustausch ein weil: "15 Köpfe (der Gemeinderäte) wahrscheinlich weniger Einfälle produzieren als (jetzt schon) mehr als 3000 (Einwohner:innen)".
Der letzte Punkt der Tagesordnung war die Ehrung von Gemeinderat in Ruhe Helmuth Binder, der vom Gemeindevorstand für seine mehr als zehnjährige Tätigkeit im Gemeinderat das Ehrenzeichen in Gold der Gemeinde Stattegg für besondere Verdienste erhielt. Bei seiner Dankesrede musste Helmuth Binder dem Bürgermeister eine leichte Rüge erteilen, weil dieser unter den vielen Aktivitäten in der Gemeinde, die den Dorfplatz beleben, vergessen hatte das Repair Café zu erwähnen. Eine Herzensangelegenheit von Helmuth Binder, der das Repair Café seit seiner Initiierung in Stattegg (11.02.2017) leitet.
Zu guter Letzt gab sich Wolfgang Jakosch (2. der Stattegger Verkehrsmittelvergleichsfahrt am 22.9.2021 und bekannter Reparateur im Repair Café) noch die Ehre und trug einen Aufruf an den Stattegger Amtsschimmel vor. Als Poet wies er die anwesende Gemeindeleitung in einem gekonnten, freundlichen Vortrag darauf hin, dass es für ältere Semester in der Gemeinde vielleicht nicht mehr so einfach ist mit einem Smartphone umzugehen, welches Grundvoraussetzung ist, um die Daheim-App zu nutzen, welche Bürger:innen über Termine, Neuigkeiten, Veranstaltungen in der Gemeinde informiert. Früher wurde das per SMS erledigt, die auch ein unsmartes Handy lesen kann. Man möge doch auch die SMS-User wieder in den Informationsstrom einbauen.
Mit dem Versprechen sich dieser Sache unbedingt anzunehmen schloss der Bürgermeister die Veranstaltung und blies zum Abmarsch zur Jause beim Huberwirt.
22.01.2022
Am Mittwoch, dem 19.1.2022 fand am Andritzer Hauptplatz ein Treffen der Grünen Andritzer Bezirksgruppe mit der Grünen „Radweg-Gruppe Stattegg“, dem zuständigen Grünen Gemeinderat aus Graz und zwei Herren der Fachabteilung Radwegeausbau statt.
Relevant für Stattegg sind der Anschluss des Radwegenetzes Stattegger Straße und Ursprungweg nach Graz, was nach Auskunft der Beamten vorrangig umgesetzt werden soll. Wir, die Stattegger Gruppe betonten, dass weitere Maßnahmen, wie Radfahrstreifen in der Stattegger Straße und Weiterführung der Radroute Strasserhofweg, entlang des Andritzbaches so rasch als möglich in Angriff genommen werden müssen.
In dieser Causa erhalten wir Unterstützung durch den zuständigen Grünen Gemeinderat in Graz.
Positiv ist zu vermerken, dass die gefährliche Stelle „Ursprungweg-Strasserhofweg“ bei der Überquerung Weinitzenstraße durch eine Druckknopfampel in naher Zukunft entschärft wird.
06.10.2021
Ein Höhepunkt am Dorffest letzten Sonntag war die Ehrung verdienter Gemeinderät•innen, die nach der letzten Wahl aus dem Gemeinderat ausgeschieden sind.
Unter den Laureaten war auch Stefan Rothbart. Er wurde für besondere Verdienste in seiner 10jährigern Tätigkeit als Gemeinderat mit dem Goldenen Ehrenzeichen der Gemeinde Stattegg ausgezeichnet.
Sein stetes Bemühen um überparteiliche Zusammenarbeit, Aufrechterhaltung der Gesprächsbasis mit allen politischen Lagern, sowie seine immer konstruktive Kritik wurden hier gebührend gewürdigt.
In diesen 10 Jahren hat es Stefan geschafft aus einem Ein-Mann-Unternehmen Grüne Stattegg eine aktive Gruppe zu formen, die heute mit 3 Gemeinderäten bereits 20% des Gemeinderats darstellen. Eine kaum hoch genug einzuschätzende Leistung.
Nach der letzten Wahl hat er das Staffelholz an Helmuth Binder als neuen Fraktionsführer übergeben, um sich stärker auf seine berufliche Karriere und seine wissenschaftliche Tätigkeit (MA Geschichte und Global Studies) zu konzentrieren, vielleicht auch aufs Romane schreiben.
Super Leistung Stefan! Bravo!
Am 02. Oktober steht eine Impfstraße auf dem Programm: Von 08:00 bis 11:00 Uhr wird im Gemeindeamt (2. Stock) ohne Voranmeldung der Impfstoff Biontech/Pfizer geimpft (solange der Vorrat reicht).
Bitte bringen Sie Ihre e-Card und den ausgefüllten Aufklärungs- und Dokumentationsbogen, den Sie hier finden, mit. Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Bitte beachten Sie die geltenden COVID-19-Maßnahmen sowie 3-G-Regeln!
28.09.2021
Am Freitag, dem 01.10. findet um 11:30 Uhr die Trauerfeier für Gerfried in der Pfarrkirche St. Veit mit Möglichkeit zur Verabschiedung ab 10 Uhr in der Aufbahrungshalle statt.
Samstag, 18. September 2021
Aktionstag rund ums Rad im Rahmen der Mobilitätswoche! Am 18.9. zwischen 09:00 und 12:00 Uhr findet mit Unterstützung des Bike Club und dem Repair-Cafè ein Herbst-Check für Fahrräder am Dorfplatz beim neuen TIM Standort statt.
06.09.2021
„Ich muss ehrlicherweise sagen: Ich bin etwas sprachlos“, kommentierte Teamchef Stano Stelzhammer den historischen Erfolg des österreichischen Damenteams in Montreal.
Beim World Tour Turnier in Montreal (CAN) konnten die Österreicherinnen die "Weltmacht" USA im Halbfinale sensationell schlagen (17:15), wobei besonders Simone Sill den Amerikanerinnen das Leben schwer machte. Im Finale unterlagen die Damen den Spanierinnen erst in der letzten Sekunde (15:18). Aber es fühlte sich an wie ein Sieg!
06.08.2021
Das neue Bus-Wartehäuschen am Dorfplatz mit Fahrrad-Abstellplatz und Aufpumpstation war offensichtlich als Umstieg-Station vom Fahrrad auf ein tim-Auto am Gemeindeparkplatz geplant, aber nicht als Bushaltestelle. Wie sonst konnte die zentrale Anforderung einer Bushaltestelle so daneben gehen?
Wartende Fahrgäste blicken entgegen der Richtung aus der der Bus kommt in Richtung Graz. Im Rücken der Sitzbank verhindert eine Sprossenwand eine klare Sicht von außen ins Wartehäuschen.
Die Wartenden sehen also nicht wenn der Bus kommt, und der Busfahrer sieht nicht ob sich jemand im Wartebereich befindet. Die Bürger von Schilda hätten es genau so gemacht. Und so wie sie das Sonnenlicht mit Eimern ins Rathaus geschüttet haben (Sie hatten die Fenster vergessen), so wurde am Wartehäuschen ein "Rückspiegel" für die Gäste montiert, um den kommenden Bus doch noch sehen zu können, ohne Kopfdrehung nach Uhu-Manier.
Nach einigen Unmutsäußerungen der Stattegger Bürger wie auch von verschiedenen GVB-Busfahrern warten wir nun auf die Bereinigung der Misere. Und natürlich würde uns interessieren wieviel wir für die architektonische Meisterleistung an wen bezahlt haben.
Die Reparatur fällt wohl noch in die Gewährleistungsperiode und ist bestimmt kostenlos.
Übrigens tim steht für "täglich. intelligent. mobil."
Das Video unten zeigt, dass der Busfahrer zu keinem Zeitpunkt erkennen kann, ob sich Leute im Wartehäuschen befinden, bevor direkt dran vorbei fährt.
19.05.2021
Letztes Jahr hat der Stattegger Heli Kammerer den steirischen Wiesenpreis gewonnen für die artenreichste Wiese in der Steiermark.
Und jetzt kommen Wald und Wiese in die Stadt.
Bei uns in der Steiermark sind bereits bis zur Hälfte aller heimischen Arten bedroht. Auch Storch, Haselmaus und wilde Orchideen direkt vor unserer Haustür brauchen Schutz. Dafür soll die Ausstellung im Ladhaushof ein Zeichen setzen.
Nachdem die Installation im Hof des Landhauses aufgebaut wird, ist auch genügend Platz für ausreichend Abstand vorhanden. Bitte nicht auf eine FFP2-Maske vergessen!
EK, 29.04.2021
„Überhaupt keinen Einfluss“ auf sein Engagement um Beibehaltung der Arbeitsplätze bei MAN Steyr habe es, dass seine Frau eine berufliche Funktion im MAN-Konzern habe, sagte Kocher
(news@orf.at 22.04.2021)
"Meine Frau ist im Hauptwerk in München Hauptabteilungsleiterin im Vertrieb, hat also überhaupt nichts mit Standortentscheidungen zu tun."
(Krone 11.04.2021)
EK, 25.04.2021
Unser "Arbeitsminister" liked einen tweet, der die Schließung von MAN Steyr damit rechtfertigt, dass der Konzern woanders halt noch mehr Gewinn machen kann.
Ein türkiser Arbeitsminister ist offensichtlich ein Widerspruch in sich selbst.
Auch hier zeigt sich die Bedeutung des grünen Korrektivs in der Regierung ... aber nicht nur.
Die soziale Frage ist keine politische Kategorie im konservativen Weltbild. Wenn die SPÖ sich auflöst (0 Mandate in Stattegg) bleiben die Grünen die einzigen, welche noch für soziale Gerechtigkeit eintreten.
EK, 02.02.2021 (Update 04.02.)
Die Steiermark hat nur die Hälfte der bestellten Impfdosen abgeholt, und davon nur die Hälfte verimpft. Kein anderes Bundesland kann es mit der Impf-Trägheit unserer Landesregierung aufnehmen. Warum ist das so?
Der ORF erklärt einen Tag nach der Veröffentlichung dieser Zahlen (offenbar hat das doch viele Leser irritiert) auf https://orf.at/stories/3200054/ warum es zu so deutlichen Unterschieden kommen kann, und dass die Zahlen eigentlich nicht vergleichbar sind ...
Grafik: ORF.at/corona
Quelle: BMSGPK.
Hinweis: Impfungen werden nach Wohnort der Geimpften erfasst. Deshalb können in einem Gebiet mehr Geimpfte als ausgelieferte Dosen gezählt werden.
EK, 04.01.2021
Es sitzt ein Mann im Kanzleramt,
der hat ein Herz aus Stein.
Er möchte gern ein Großer sein
und ist erbärmlich klein.
Minister flüstern ihm ins Ohr,
dass er der Größte sei,
wenn er kein bisschen Mitleid zeigt,
denn Mitleid sei Geschrei.
Es leben auf der Insel weit
viel hundert Kinder klein,
die möchten gern ein warmes Bett
und ohne Ratten sein.
Sag nur ein Wort, du großer Mann
im fernen Kanzleramt:
Ein „Ja“ heißt: Ihr dürft glücklich sein,
ein „Nein“: Ihr seid verdammt.
Es sitzt ein Mann im Kanzleramt,
der hat ein Herz aus Stein.
Er möchte gern der Größte sein
und darum sagt er: „Nein!“
EK, 13.12.2020
Warum der Kanzler welche Maßnahmen setzt weiß sowieso niemand mehr, außer natürlich sein engster Beraterkreis für Medien und Parteistrategie. Auch die Bevölkerung lässt sich nicht mehr durch seine Blendgranaten hinters Licht führen wie die Teilnahme am "Massen"-Test zeigt.
Natürlich wäre es großartig wenn wir die gesamte Bevölkerung alle drei Tage testen könnten, wie das in manchen Bereichen absolut richtig auch gemacht wird (Krankenhäuser, Rotes Kreuz). Solange das allerdings für die gesamte Bevölkerung nicht möglich ist, sollten wir uns auf die Zielgruppen konzentrieren, wo das noch nicht so klappt (Pflegeheime, Schulen, ...).
Leider müssen die Grünen als kleiner Koalitionspartner bei all dem teuren Massen-Aktionismus mitziehen um die Regierung nicht zu sprengen. Unter dem Motto "Wenn wir schon so viel Geld beim Fenster rauswerfen, dann gehen wir wenigstens hin" versuchen die Grünen noch das Beste aus der Test-Situation zu machen.
Kanzler-Credo: "Jeder Positive, den wir finden, ist es wert." Leider stimmt das nicht, weil kaum Infizierte gefunden werden.
Die Frage ist warum die Prävalenzstudie der Statistik Austria in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Roten Kreuz und der Medizinischen Universität Wien auf ca. 3,1% Infizierte in der Bevölkerung kommt, und der Massentest findet nur 0,2%-0,4%(?) Gehen die Positiven nicht testen?
Wäre der Massentest repräsentativ, würde das bedeuten, dass die Antigentests die meisten positiven Personen übersehen, nämlich mindestens 2,7% von 3,1% (87%). So schlechte Tests gibt es nicht.
Die Regierungskommunikation hat nur die Menschen erreicht, welche sich an alle Regeln halten. Diese gehen auch testen, sind aber kaum infiziert (Abstand, Maske, Hände waschen).
Die Statistik Austria hat eine repräsentative Stichprobe aus der Bevölkerung gezogen, und damit ein Abbild der Gesamtbevölkerung untersucht. Von dieser gehen aber zu viele nicht zum Testen ...
Kein Geld für Contact-Tracing, kein Geld für die Pflegeheime (Landesaufgabe), aber Millionen für die Politshow, die dazu führen wird, dass Personen mit negativem Testergebnis dieses als Freibrief fürs Feiern nehmen werden.
Dazu tragen aber auch Medien bei, die den Leuten erklären, dass es keine falsch negativen Ergebnisse gibt (Kleine Zeitung (Graz), 11.12.2020, S.27 Letzter Satz: "Falsch negativ" gibt es nicht.).
Natürlich gibt es Infizierte mit negativem Testergebnis, nur erhalten Personen mit negativem Antigentest danach keinen PCR-Test zur Abklärung. Also sind sie Corona-unsichtbar.
Während die Epidemiologen, Virologen, Modellrechner seit Monaten predigen, dass das Contact-Tracing nicht aufgegeben werden darf, weil das die sicherste Methode ist um herauszufinden wer, wo, von wem infiziert ist, kauft der Bundeskanzler Massentests; Im Wissen, dass die Slowaken bereits gelernt haben, dass das zu nichts führt.
Schlimm für Österreich, schlimm für die Grünen, schlimm für Rudolf Anschober, der versucht das Land durch die Krise zu manövrieren, trotz des Bundeskanzlers.
05.11.2020
Wer in Zeiten der Corona-Krise Unterstützung bei den notwendigen Besorgungen des täglichen Lebens braucht, bekommt von der Gemeinde Stattegg ab sofort (5.11.2020) wieder Hilfe:
Sie wollen sich nicht durch soziale Kontakte wie z. B. Einkaufen gefährden, dann gehen Sie bitte folgendermaßen vor:
Rufen Sie zwischen 8:00 und 12:00 Uhr im Gemeindeamt unter 0316/69 11 36-21 an und bestellen Sie Ihren Bedarf.
Die Zustellung erfolgt dann nachmittags, am selben Tag.
Rezeptscheine werden abgeholt und Medikamente am nächsten Tag zugestellt.
Sie wollen helfen und uns bei diesem Service unterstützen?
Dann melden Sie sich bitte im Gemeindeamt unter 0316/69 11 36 oder tragen sich auf Doodle ein.
27.10. 2020
„Für bestimmte Fälle, für bestimmte Zeiten“ forderte er einen „verfassungsrechtlich gangbaren Weg“, um bei Verstößen auch im Privatbereich eingreifen zu können. Die Grünen lehnen ein derartiges Ansinnen strikt ab, wie auch SPÖ, Neos und FPÖ. Die Bundes-ÖVP schweigt ... aus Scham?
Juni 2020
Baubeginn: 1989, Bauart: Trennkanalsystem
Schon bei der Planung war das damit beauftragte Büro seinerzeit überfordert. Begründung: Man hat einige Meter vor der Übergabestelle an das Grazer Netz im Ortsteil Mühl zwei ankommende Hauptleitungen im rechten Winkel zusammengeführt.
Daher kam es nach Inbetriebnahme schon bald zu den ersten Wasseraustritten bei den Kanaldeckeln auf dem Wiesengrundstück Klamminger/Hierzmann, Stattegger Straße.
Erste Maßnahmen seitens der GM und dem Planer:
Verschraubung der Kanaldeckel und Einbau von Rückstauklappen bei den vier betroffen Hausanschlüssen.
Da in den laufenden Jahren immer mehr Ortsteile an das Kanalnetz angeschlossen wurden, kam es bei Starkregen auch immer öfter zu Wasseraustritten und auch zu Austritten von Fäkalien in den angrenzenden Gartenanlagen.
Maßnahmen: In erster Linie wurde beschwichtigt, aber es wurden wieder Kanaldeckel verschraubt und weitere Rückstauklappen eingebaut.
Soweit zur Chronologie bis 2012
Von da an hat man seitens der GM zwar gewusst, dass es hier Handlungsbedarf gibt, hat aber versucht, sich mit kleineren Maßnahmen, wie z.B. Befahren mit einer Kamera oder an die „große Glocke“ gehängte Reparaturmaßnahmen (die ohnehin notwendig waren) oder Herausreden wie „ein Kanal kann schon einmal übergehen“, über die wahren Probleme zu schwindeln.
2014 veröffentlichte die GM eine Studie, die von einem ehemaligen Angestellten des seinerzeitigen Planungsbüros, der heute für die GM für Wasser und Kanal zuständig ist, verfasst wurde.
Aus dieser Studie geht hervor, dass jährlich 55 000 m³ (in Würfelform ca. 38x38x38 Meter) Fremdwasser in den Kanal gelangen. Der Rest ergießt sich in abwechselnder Reihenfolge auf die südlichsten Grundstücke und Gärten von Stattegg.
Seit 2014 ist das Reparaturprogramm der GM auf Sparschiene .
Der letzte Kanalschacht vor dem Andritzbach ist undicht und so geht ein Teil der Übermenge bei Starkregen gleich in den Bach. Beim letzten Starkregen wurde ein zusätzlicher Kanalschacht in diesem sensiblen Bereich stark beschädigt. Die Verantwortlichen der GM wurden von GR Helmuth Binder am 13.6.2018 per Mail darauf aufmerksam gemacht. Reaktion gab es wie immer keine.
Auffällig ist, dass in dem genannten Bereich die Wiese immer sehr tief und nass ist. So liegt der Verdacht nahe, dass hier der Kanalstrang mehr als undicht ist.
In der letzen GM-Zeitung wird berichtet, dass die ersten Haushalte im Ortsteil Rannach an das Kanalnetz angeschlossen werden ...
Ich bin daher der Meinung, dass hier dringender Handlungsbedarf nötig ist, dass die Altlasten in Angriff zu nehmen sind und somit der Kanalabschnitt vor der Übergabestelle nach Graz zu generalsanieren ist.
Aus Gründen der Umwelt, Gesundheit und aus hygienischer Sicht muss dieser unhaltbare Zustand sofort beseitigt werden.
Weiters müsste auch untersucht werden, wieweit das Erdreich in diesem sensiblen Bereich schon von Schadstoffen kontaminiert ist, da das Wasser des Andritzbaches bei normalem Wetter auch im Bereich des Weinzödler Wasserwerkes (einsickert) zur Verwendung kommt.
Helmuth Binder, GR
Mai 2020
Diese Bilder wurden am 16. Mai innerhalb von 20 Minuten an einer neuralgischen Stelle des Radweges aufgenommen. Da hier der Radweg plötzlich endet muss die Strasse gequert werden, um den Weg nach Stattegg fortsetzen zu können.
Nicht nötig, wenn es um einen Radweg von Stattegg nach Oberandritz geht. Allerdings muss das bestehende Flickwerk vernünftig bereinigt werden, um dem Ruf der Mountainbike-Gemeinde Stattegg gerecht zu werden.
Seriöse Verhandlungen mit Grundstückseigentümern sollten eine Verbreiterung des Radwegs ab dem Gemeindeparkplatz ermöglichen, da dieser zurzeit für sich begegnende Radfahrer*innen einfach zu schmal ist. Ebenso wäre eine Asphaltierung des Abschnitts entlang des Rückhaltebeckens dringend nötig. Da es genügend Radfahrer aus dem Wohnbereich Richtung Fuß der Leber gibt, wäre eine Weiterführung des Radweges auch in diese Richtung erforderlich.
Eine gefahrlose Querung im Bereich des Dorfplatzes sollte durch Parallelführung mit einem Schutzweg erfolgen. Noch besser aber, man verlegt den Radweg, der vom Gemeindeamt stadtwärts führt, zur Gänze auf die linke Seite und verbreitert die Straße nach rechts auf den bestehenden Radweg. Ein auf Grund der Bebauung notwendiger leichter Schwenk der gesamten Fahrbahn nach rechts unmittelbar nach der Ordination Freigassner würde außerdem in diesem sensiblen Bereich eine Temporeduktion auf der Straße zur Folge haben.
Diese linksseitige Trassenführung wäre bis zum Brunnenweg sinnvoll. Denn am Ende des nach links abzweigenden kurzen Brunnenwegs beginnt ohnehin ein markierter Radweg entlang des Andritzbaches. Dieser Radweg mündet dann in den Mühlenweg.
Für die Fortsetzung dieser Streckenführung ab der Gemeindegrenze sollte dann mit den Verantwortlichen der Stadt Graz intensiv verhandelt werden, da diese eine Entlastung des PKW-Verkehrs durch mit dem Fahrrad einpendelnde Stattegger vermutlich begrüßen würden. Machbar wäre eine Errichtung eines Radweges entlang des Andritzbaches mit einer Einmündung in den Strasserhofweg, womit eine Anbindung an die Radroute Richtung Zentrum entlang des Ursprungwegs gegeben wäre.